Gang vors Finanzgericht kann sich lohnen

Für Steuerpflichtige kann es sich lohnen, vor ein Finanzgericht zu ziehen. Dies belegen Zahlen, die das Kölner Finanzgericht (FG) aktuell veröffentlicht hat. Danach führten im Jahr 2010 46 Prozent der Verfahren zu einem Erfolg oder Teilerfolg und damit zu einer Steuerminderung. Das FG meldet weiter, den Bürgern des Regierungsbezirks Köln im Jahr 2010 in über 1.000 Urteilen und Eilbeschlüssen Rechtsschutz in Steuer- und Kindergeldsachen gewährt zu haben. Der weitaus größere Teil der 4.164 im Jahr 2010 erledigten Verfahren sei ohne Urteil, Gerichtsbescheid oder förmliche Eilentscheidung abgeschlossen worden. Dies sei regelmäßig im Rahmen von Erörterungsterminen und durch richterliche Hinweise erfolgt.

2010 gingen laut FG 4.294 Verfahren (2009: 4.282) beim FG Köln ein. Ende 2010 seien insgesamt noch 3.726 Verfahren anhängig gewesen

(2009: 3.683). Die durchschnittliche Dauer bis zur Erledigung eines

Klageverfahrens habe 2010 wie im Jahr 2009 bei rund 17 Monaten gelegen. Mehr als die Hälfte davon sei innerhalb eines Jahres abgeschlossen worden. Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes seien im Durchschnitt nach 2,4 Monaten beendet worden.

Finanzgericht Köln, PM vom 15.03.2011

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