Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung zu. Datenschutzerklärung
ConTax Muschlin & Partner Foto 03
ConTax Muschlin & Partner Foto 04
ConTax Muschlin & Partner Foto 05
ConTax Muschlin & Partner Foto 06
ConTax Muschlin & Partner Foto 07
ConTax Muschlin & Partner Foto 08
ConTax Muschlin & Partner Foto 09
ConTax Muschlin & Partner Foto 10
ConTax Muschlin & Partner Foto 11
ConTax Muschlin & Partner Foto 12
ConTax Muschlin & Partner Foto 13
ConTax Muschlin & Partner Foto 14
ConTax Muschlin & Partner Foto 15
ConTax Muschlin & Partner Foto 16
ConTax Muschlin & Partner Foto 17
ConTax Muschlin & Partner Foto 18
ConTax Muschlin & Partner Foto 19
ConTax Muschlin & Partner Foto 20
ConTax Muschlin & Partner Foto 21
ConTax Muschlin & Partner Foto 22
ConTax Muschlin & Partner Foto 23

Wir suchen eine/n Steuerfachangestellte/n

Sie sind interessiert? Bewerben Sie sich jetzt bei uns.
Wir freuen uns über Ihre aussagefähige Bewerbung.

zurück

Spendenbescheinigung: Neues Muster für den Sonderausgabenabzug

Die Spendenbereitschaft der Deutschen ist trotz oder gerade wegen der Wirtschaftskrise ungebrochen. Pro Jahr gehen alleine rund zwei Milliarden Euro für humanitäre Projekte an über 620.000 gemeinnützige Vereine und mehr als 15.000 Stiftungen. Die Wohltätigkeit unterstützt das Finanzamt kräftig. Ausgaben zur Förderung mildtätiger, kirchlicher, religiöser und gemeinnütziger Zwecke lassen sich als Sonderausgaben von der Steuer absetzen, jetzt sogar bei Spenden ins EU-Ausland. Je höher das Einkommen, umso mehr Spenden wirken sich steuerlich aus. Der Sonderausgabenabzug ist pro Jahr mit einheitlich 20 Prozent des Gesamtbetrages der Einkünfte festgelegt. Für Selbstständige gibt es noch einen alternativen Höchstbetrag: Sie können auch 0,4 Prozent der Summe ihrer Umsätze und gezahlten Löhne absetzen. In allen Fällen sind natürlich maximal die gezahlten Beträge abziehbar.



Das BMF-Schreiben geht insbesondere auf die Vorgaben bei Sachspenden ein, als Sonderausgaben lassen sich nämlich nicht nur Geldspenden absetzen. Damit das Finanzamt zufrieden ist, sollten die Wohltäter bei Sachspenden insbesondere folgende vier Aspekte beachten:

ƒ Grundsatz: Die Zuwendungsbestätigung muss genaue Angaben über den zugewendeten Gegenstand enthalten – z.B. Alter, Zustand, historischer Kaufpreis, usw.

ƒ Entnahme: Stammt eine Sachspende aus dem Betriebsvermögen, wird sie grundsätzlich mit dem Teilwert (= aktuelle Wiederbeschaffungskosten) zuzüglich Umsatzsteuer angesetzt.

ƒ Private Sachspende: In diesem Fall ist der sog. gemeine Wert (= Brutto-Marktpreis im Zeitpunkt der Zuwendung) des gespendeten Wirtschaftsguts maßgebend. Das gilt aber nur, wenn alternativ auch ein möglicher fiktiver Verkauf im Zeitpunkt der Spende keine Besteuerung auslösen würde. Denkbar ist dies etwa beim Verkauf von Immobilien oder anderen Wirtschaftsgütern wie Gold innerhalb der Spekulationsfrist (1 – 10 Jahre). Dann sind die fortgeführten Anschaffungskosten als Wert der Zuwendung wesentlich. Die fortgeführten Anschaffungskosten sind der historische Kaufpreis abzüglich der Absetzung für Abnutzung bis zum Spendentag.

ƒ Auslandsspende: Bei Zuwendungen an in der EU ansässige Empfänger sind besondere Formulare nötig. Für den Nachweis der steuerbegünstigten Geld- oder Sachspende können Finanzämter nämlich Belege verlangen, die ihnen für die Beurteilung der Frage notwendig erscheinen, ob die Voraussetzungen für die Abziehbarkeit der Ausgaben erfüllt sind. Das betrifft insbesondere die Feststellung, ob der ausländische Zuwendungsempfänger die gesetzlichen Voraussetzungen für den inländischen Sonderausgabenabzug erfüllt und ausschließlich gemeinnützigen, mildtätigen oder kirchlichen Zwecken dient. Diesen Nachweis hat der deutsche Spender gegenüber dem für ihn zuständigen Finanzamt durch Vorlage geeigneter Belege im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung zu erbringen.

Die sogenannten Praxisgebühren können nicht als Sonderausgaben abgezogen werden. Dies stellt der Bundesfinanzhof (BFH) klar.

Nach dem Einkommensteuergesetz (EStG) können Steuerpflichtige „Beiträge zu Krankenversicherungen“ als Sonderausgaben abziehen. Darunter fallen laut BFH jedoch nur solche Ausgaben, die zumindest im Zusammenhang mit der Erlangung des Versicherungsschutzes stehen, also letztlich der Vorsorge dienen.

Bei der Praxisgebühr sei dies nicht der Fall, da der Versicherungsschutz in der gesetzlichen Krankenversicherung unabhängig von der Zahlung dieser Gebühr gewährt wird. Sie stelle vielmehr eine Form der Selbstbeteiligung der Versicherten an ihren Krankheitskosten dar, so der BFH. Ob Praxisgebühren als außergewöhnliche Belastung in Form von Krankheitskosten geltend gemacht werden können, konnte der BFH offenlassen. Im Streitfall wurde die dem Kläger zumutbare Belastung (§ 33 Absatz 3 EStG) nicht erreicht. Die Zahlungen hätten sich schon aus diesem Grund bei ihm steuerlich nicht auswirken können. Bundesfinanzhof, Urteil vom 18.07.2012, X R 41/11

Steuerberater | Steuerberatung | Steuerberatungskanzlei Rostock | Steuerberater Rostock





© Webdesign & Werbeagentur psn media GmbH & Co. KG