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Pressefreiheit: Auch eine Verdachtsberichterstattung ist erlaubt

Einem Zeitungsverlag ist es nicht per einstweiliger Untersagung zu verbieten, über einen Zahnarzt zu berichten, der in Verdacht steht, gesunde Zähne von Patienten zu ziehen, um mit den dann eingebauten Implantaten Geld zu verdienen.

Das gelte auch dann, wenn der Dentist nicht namentlich genannt wurde, der Artikel jedoch eine Reihe von Einzelheiten enthielt, über die der Zahnmediziner per Internet identifiziert werden konnte, entschied das OLG Karlsruhe. Hat der Artikel die höchstrichterlich aufgestellten Anforderungen an eine Verdachtsberichterstattung erfüllt, so fällt er unter die Pressefreiheit. Das Informationsinteresse der Öffentlichkeit wiegt – bei Abwägung aller Umstände – schwerer als der Schutz des Persönlichkeitsrechts des Zahnarztes. OLG Karlsruhe, 6 U 130/14 u. a.

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