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Teilnahme am Fußballturnier bringt keine Werbungskosten

Nimmt ein Beamter oder Angestellter an einem Fußballturnier seines Arbeitgebers teil, kann er keine Aufwendungen als Werbungskosten geltend machen, nur weil sein Dienstherr eine Verletzung als Dienstunfall anerkannt hat. Zwar sind Entscheidungen des zuständigen Sozialversicherungsträgers über die Versicherungspflicht eines Arbeitnehmers grundsätzlich im Besteuerungsverfahren zu beachten, soweit sie nicht offensichtlich rechtswidrig sind. Einen entsprechenden Verweis auf die Vorschrift zum Abzug von Werbungskosten enthält das aber gerade nicht, so der Bundesfinanzhof in einem aktuellen Beschluss (Az. VI B 110/11).

Im zugrunde liegenden Fall ging es um einen Finanzbeamten. Der machte in seiner Einkommensteuererklärung Reisekosten für die Teilnahme an zwei Fußballturnieren der Behörden geltend. Dabei erlitt während einer dieser Veranstaltung eine Verletzung, die sein Dienstherr als Dienstunfall anerkannt hatte. Die Richter berücksichtigten die Aufwendungen des Finanzbeamten für die Teilnahme an den beiden

Fußballturnieren nicht als Werbungskosten, weil letztendlich nicht festgestellt werden konnte, dass die Teilnahme an den Turnieren im dienstlichen Interesse erfolgt war. Zudem führt auch die Berücksichtigung als Dienstunfall nicht automatisch zur Annahme, dass die Aufwendungen Werbungskosten sind. Eine zweifelhafte dienstrechtliche Einordnung entfaltet nämlich keine Tatbestandswirkung auf die steuerrechtliche Beurteilung.

Der Bundesfinanzhof führte hierzu aus, dass sich unabhängig davon, ob der Dienstherr sowohl für die beamten- als auch für die steuerrechtliche Beurteilung zuständig ist, die Frage, ob Aufwendungen als Werbungskosten zu berücksichtigen sind, allein nach dem Maßstab des Einkommensteuergesetzes entscheidet. In diesem Zusammenhang ist der der Umstand einer Dienstbefreiung nur ein Indiz. Im Rahmen einer anzustellenden Gesamtwürdigung muss nämlich die Frage geklärt werden, ob die Aufwendungen in einem Veranlassungszusammenhang zur Erzielung der Arbeitnehmereinkünfte stehen. So hat der Bundesfinanzhof beispielsweise für den Fall, dass die Schulbehörde einen Lehrer für den Besuch einer Fortbildungsveranstaltung im Ausland – unter Weiterzahlung der Bezüge – vom Dienst freigestellt hat, darin keine steuerliche Grundlage gesehen. Insoweit ist es auch nicht Ausschlag gebend, ob ein Finanzamt von der dienstlichen Veranlassung der Fortbildungsveranstaltung ausgeht. Das führt nicht dazu, dass es die Aufwendungen als Werbungskosten anerkennen muss. Ebenfalls ist irrelevant, ob

ƒ der Ausgleichssport steuerlich zu fördern ist,

ƒ eine Wettkampfteilnahme dienstlich veranlasst ist,

ƒ ein Dienst- oder Arbeitsunfall aus beamten- oder sozialversicherungsrechtlicher Sicht vorliegt.

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