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Küche, Diele und Bad/WC können kein „häusliches Arbeitszimmer“ sein

Küche, Diele sowie Bad/WC können kein „häusliches Arbeitszimmer“ sein. Dies hat das Finanzgericht (FG) Düsseldorf im Fall eines selbstständig tätigen Architekten entschieden, dessen Büro sich in seiner Privatwohnung befand. Bei seiner Einnahmen-Überschussrechnung hatte der Architekt als Betriebsausgaben auch die anteiligen Mietaufwendungen für Küche, Diele, Bad/WC angesetzt.

Dem hat das FG Düsseldorf einen Riegel vorgeschoben. Küche, Diele und Bad/WC befänden sich zwar in der häuslichen Sphäre des Klägers. Sie erfüllten jedoch nicht die Kriterien eines häuslichen Arbeitszimmers. Denn der Kläger nutze diese Räume weder ausschließlich noch nahezu ausschließlich für seine berufliche Tätigkeit. Diese seien auch nicht entsprechend ausgestattet.

Wie und in welchem Umfang er diese Räume überhaupt für seine berufliche Tätigkeit nutzen wolle, habe der Kläger bereits nicht schlüssig

dargelegt und nachgewiesen. Dabei handele es sich jedoch um eine Grundvoraussetzung, um überhaupt zu deren Aufteilung  in „privat“ und „beruflich“ zu gelangen. Dies gelte insbesondere an der Grenzlinie zwischen Berufs- und Privatsphäre, betonen die Richter. Denn dort bestehe ein Anreiz für den Steuerpflichtigen, Privataufwendungen als beruflich veranlasst darzustellen, um so den Abzug dieser Aufwendungen zu erreichen. Den Steuerpflichtigen treffe daher in diesem Bereich eine umfassende Darlegungs- und Nachweispflicht.

Allein die Tatsache, dass der Kläger in seiner Wohnung über ein steuerlich anzuerkennendes häusliches Arbeitszimmer verfügte, dessen Aufwendungen abzugsfähig sind, führe nicht dazu, dass auch andere Räume anteilig als beruflich genutzt gelten. Das Verhältnis der Flächen von beruflich genutzten Zimmern und von ihm als rein privat genutzt bezeichneten Zimmern erlaube ebenfalls keinen Rückschluss auf eine eventuelle berufliche Nutzung der von ihm als gemischt genutzt bezeichneten Räume.

Eine (anteilige) berufliche Nutzung der Diele in einer Privatwohnung sei nicht schlüssig dargelegt worden. Eine Diele diene im Regelfall nur als Durchgangszimmer, um in die Wohnung beziehungsweise von einem Raum in den anderen zu gelangen. Inwieweit hier eine Unterscheidung von privaten und beruflichen Durchquerungen erfolgen solle, habe der Kläger nicht dargelegt.

Gleiches gilt laut FG für die Nutzung der Küche. Sie werde im Allgemeinen zur Aufbewahrung und Zubereitung von Speisen sowie deren Verzehr genutzt. Dabei handele es sich um Tätigkeiten der privaten Lebensführung. Gleiches gelte für die Nutzung des (einzigen) Bad/WC in der privaten Wohnung. Diese Räume hätten immer einen wesentlichen Bezug zur Privatsphäre. Der Kläger habe im Rahmen seiner Tätigkeit als Architekt auch weder Angestellte, die Küche und WC mitbenutzt hätten, in seiner Wohnung beschäftigt noch Kunden in größerem Umfang zu Hause empfangen.

Abschließend gibt das FG zu bedenken, dass selbst bei Nachweis einer auch beruflichen Nutzung der Räume kein Abzug der Aufwendungen in Betracht komme. Denn gegebenenfalls würden die Nutzungen so ineinander greifen, dass keine objektiven Kriterien für eine sachgerechte Aufteilung der Kosten vorhanden sind, sodass ein Abzug der Aufwendungen insgesamt ausscheide. Entgegen der Ansicht des Klägers stellten die Flächenverhältnisse von rein privat genutzten Flächen und rein beruflich genutzten Flächen keinen sachgerechten Aufteilungsmaßstab für eine berufliche Nutzung von Küche, Diele, Bad/WC dar. Finanzgericht Düsseldorf, Urteil vom 06.02.2012, 7 K 87/11 E

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