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Steuertarife für Unternehmen: Weltweit marginal im Sinkflug

Unternehmenssteuersätze weltweit marginal gesunken – indirekte Steuern leicht gestiegen: Auf diese Botschaft lässt sich eine Mitteilung der KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft vom 21. Januar 2013 zusammenfassen. Hintergrund dieser Aussage ist, dass sich im vergangenen Jahr die generelle Tendenz zur Senkung der Unternehmenssteuersätze weltweit fortgesetzt hat, während die indirekten Steuern weiter gestiegen sind. Das ist die wesentliche Erkenntnis des Ergebnisses, für das die entsprechenden Werte in 127 Ländern ausgewertet worden waren. Die jährlich erscheinende Studie vergleicht bereits seit dem Jahr 2000 die Steuersätze weltweit, um auf Unterschiede und Trends aufmerksam zu machen.

Bei den Unternehmenssteuersätzen ist ein leichter Rückgang zu verzeichnen. In den letzten zwölf Jahren ist der weltweite durchschnittliche Unternehmenssteuersatz gefallen. Im Einzelnen:

ƒ 2000: 29,03 Prozent

ƒ 2012: 24,43 Prozent

ƒ Jahre 2000 bis 2008: Hier gab es die größte Dynamik

ƒ 2009 - 2012: Die Veränderungen sind nur noch marginal. So ist 2012 beispielsweise der Durchschnittssteuersatz lediglich um 0,09 Prozentpunkte gesunken. Die deutlichste Veränderung gab es dabei in Nordamerika (von 34 Prozent auf 33 Prozent). Leichte Rückgänge lassen sich auch in Europa (von 20,88 Prozent auf 20,5 Prozent) und in Asien (von 23,1 Prozent auf 22,89 Prozent) feststellen.

Ausblick: Für 2013 haben bereits mehrere Länder angekündigt, ihre Unternehmenssteuersätze weiter zu senken, darunter Schweden, Mexiko, Ecuador und Thailand.

Bei den indirekten Steuern liegt Europa über dem weltweiten Durchschnitt. 2012 wurden die indirekten Steuern weltweit um 0,17 Prozentpunkte auf durchschnittlich 15,50 Prozent erhöht. Die deutlichsten Veränderungen gab es in Afrika und Asien mit plus 0,40 Prozentpunkten. Aber auch in Europa sind die indirekten Steuern im Durchschnitt von 19,71 auf 20 Prozent angestiegen. Ungarn führt die Rangliste übrigens mit einem Steuersatz von 27 Prozent an. Darauf folgen Island (25,5 Prozent), Schweden, Dänemark, Norwegen und Kroatien (mit jeweils 25 Prozent). Deutschland liegt mit 19 Prozent unter dem europäischen Durchschnitt.

Weltweit lässt sich ein konsequenter Umbau der Steuersysteme beobachten, resümiert die KPMG: Regierungen gehen dazu über, den indirekten Steuern mehr Bedeutung zu schenken. In wirtschaftlich unsicheren Zeiten sind sie die verlässlicheren Einnahmequellen. Da bei fast allen Transaktionen des internationalen Wirtschaftsverkehrs indirekte Steuern eine herausragende Rolle spielen, kommen Unternehmen nicht umhin, ihre Finanzfunktion im Rahmen der Risikosteuerung auszubauen und weiterzuentwickeln.

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