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Betriebliche Feier: Das Finanzamt nimmt bei moderaten Kosten nicht teil

Bittet der Arbeitgeber die Belegschaft zu einer Feier, muss bei den teilnehmenden Mitarbeitern nicht unbedingt Lohnsteuer anfallen. Sofern es sich um eine übliche Betriebsveranstaltung handelt und die Teilnahme allen Arbeitnehmern und nicht nur einzelnen Gehaltsgruppen oder erfolgreichen Mitarbeitern als Belohnung offen steht, darf eine Betriebsfeier pro Teilnehmer brutto 110 Euro kosten. In diesen Betrag fließen Kosten für Speisen, Getränke, Raummiete, Fahrten, Darbietungen und kleine Geschenke an die Mitarbeiter ein. Ergibt nun die Gesamtsumme, dividiert durch die Teilnehmeranzahl, einen höheren Betrag, liegt insgesamt Arbeitslohn vor. Denn bei den 110 Euro handelt es sich um eine Freigrenze und keinen Freibetrag. Darf der Partner mit zur Feier, wird sein Kostenanteil dem Arbeitnehmer zugeschlagen. Das Hessische Finanzgericht hält den Schwellenwert von 110 Euro für zulässig, da diese Freigrenze aus Gründen der Steuergerechtigkeit zur Wahrung einer einheitlichen Rechtsanwendung gerechtfertigt ist. Es besteht auch keinen Zwang, dass der Fiskus diesen Betrag an die allgemeine Preissteigerung anpasst. Im Jahre 1993 wurde die Freigrenze mit 200 Mark eingeführt und anlässlich der Euro-Umstellung im Jahre 2002 leicht auf 110 Euro aufgerundet. Diese betragsmäßige Grenze erlaubt eine hinreichend genaue und zuverlässige Differenzierung zwischen Veranstaltungen im eigenbetrieblichen Interesse (steuerfrei) und Veranstaltungen mit Entlohnungscharakter (lohnsteuerpflichtig). Denn Aufwendungen des Arbeitgebers anlässlich von Betriebsveranstaltungen erlangen beim Überschreiten eines bestimmten Betrags ein derartiges Eigengewicht, dass sie in voller Höhe als steuerpflichtiger Arbeitslohn zu werten sind, meinen die Richter (Az. 10 K 381/08). Im Rahmen der Feier überreichte kleine Geschenke für die Mitarbeiter werden in die Grenze von 110 Euro einbezogen. Kostet das Fest den Chef beispielsweise pro Teilnehmer 95 Euro (noch deutlich unter der Freigrenze) und übereicht er jedem Mitarbeiter ein Präsent im Wert von 20 Euro, wird durch diese Großzügigkeit alles steuerpflichtig, weil die Freigrenze mit (95 plus 20) 115 Euro leicht überschritten ist. Damit werden nicht nur die überschießenden fünf Euro, sondern der gesamte Sachbezug steuerpflichtig.

Gibt es statt üblicher Gelegenheitsgeschenke wie Blumen, Sachbuch oder Pralinen ein wertvolles Präsent, unterliegt diese Zugabe stets der Lohnsteuer. Die wird außerhalb der 110-Euro-Grenze erfasst.

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