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Solaranlage: Neue Vorteile durch Einstufung als selbstständiges Wirtschaftsgut

Der Besitzer eines Eigenheims oder Mehrfamilienhauses wird durch das Betreiben einer Photovoltaikanlage auf dem Dach zum Unternehmer. Denn die Einnahmen aus der Einspeisung des Solarstroms in die öffentlichen Netze sind Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit, selbst wenn die Immobilie nur privat genutzt wird. Bisher gab es immer wieder Streit darüber, ob es sich bei der Solaranlage um unselbstständige Bestandteile des Gebäudes oder eine selbstständige Betriebsvorrichtung handelt. Dies ist für die Höhe der Abschreibung relevant. Als Gebäudebestandteil lassen sich die Herstellungskosten nur zusammen mit der Immobilie über 50 Jahre abschreiben. Bei einer Betriebsvorrichtung geht dies hingegen deutlich schneller.

Das Bayerische Landesamt für Steuern weist nun darauf hin, dass es sich um ein eigenes, abnutzbares bewegliches Wirtschaftsgut handelt (Az. S 2190.1.1-1/3 St32). Das betrifft Photovoltaikanlagen, bei denen die Solarmodule nicht auf die vorhandene Dacheindeckung aufgesetzt, sondern anstelle der Dachhaut eingesetzt werden. Sie erfüllen zwar die Funktion, das Gebäude vor Witterungseinflüssen zu schützen. Darüber hinaus dient die Anlage aber auch unmittelbar der Stromerzeugung im Rahmen des Gewerbebetriebs. Nunmehr wurde entschieden, dass ertragsteuerlich auch solche dachintegrierten Photovoltaikanlagen selbstständige, vom Gebäude losgelöste bewegliche Wirtschaftsgüter sind. Sie sind daher im Ergebnis mit herkömmlichen Aufdachanlagen gleich zu behandeln, die bereits zuvor nicht als Gebäudebestandteil eingestuft worden waren.

Dies hat einige positive steuerliche Konsequenzen für Hausbesitzer mit einer Solaranlage auf dem Eigenheim:

1.              Die Aufwendungen für die dachintegrierte Photovoltaikanlage sind Anschaffungs- oder Herstellungskosten für ein eigenes abnutzbares bewegliches Wirtschaftsgut, das zum notwendigen Betriebsvermögen des Gewerbebetriebs „Stromerzeugung“ gehört. Es ist auf die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 20 Jahren abzuschreiben, jährlich lassen sich also fünf Prozent der Aufwendungen als Betriebsausgaben geltend machen. Alternativ kann auch die degressive AfA abgesetzt werden (Einbau vor 2011).

2.              Die Einstufung als selbstständiges Wirtschaftsgut gilt jetzt unabhängig davon, ob die Anlage im Zuge der Neuerrichtung eines Gebäudes oder anlässlich einer Dachsanierung angeschafft oder hergestellt wird.

3.              Weiterhin nicht zur Photovoltaikanlage, sondern zum Gebäude, gehört dagegen die Dachkonstruktion. Die darauf entfallenden Aufwendungen sind daher dem Gebäude als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder als Erhaltungsaufwendungen zuzurechnen. 4. Für die geplante Anschaffung der Solaranlage kann vorab ein Investitionsabzugsbetrag in Höhe von bis zu 40 Prozent der voraussichtlichen Aufwendungen Gewinn mindernd gebildet werden. Benötigt wird hierzu lediglich die verbindliche Bestellung bei Bildung eines Investitionsabzugsbetrags vor dem Jahr der Inbetriebnahme.

5. Für die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Anlage ist neben der linearen oder degressiven (Einbau vor 2011) Abschreibung auch zusätzlich eine Sonder-AfA von 20 Prozent der Kosten möglich.

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