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Aktuelles aus dem Jahr 2011

Aktuell: Immobilienbesitzer

Baudenkmal: Keine Sofortbesteuerung der Fördermittel

Eigentümer von Baudenkmälern haben ein hohes Abschreibungspotential. Beim vermieteten Denkmal lassen sich alle Anschaffungskosten über zwölf Jahre verteilt als Werbungskosten geltend machen. Der Bundesfinanzhof musste jetzt entscheiden, wie sich Fördergelder steuerlich auf die Mieteinkünfte und die Höhe der Denkmal-AfA auswirken (Az. IX R 46/09). Dabei ging es um ein sanierungsbedürftiges Baudenkmal, bei dem die Stadt aus ihren Fördertöpfen Mittel für Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen bereitstellte. Die Fördergelder wurden dabei zunächst als Vorauszahlung gewährt. Hierzu schloss der Eigentümer eines denkmalgeschützten Gebäudes mit der Kommune eine entsprechende Vereinbarung ab. Hierüber verpflichtete er sich, bestimmte bauliche Maßnahmen durchzuführen, um das Gebäude entsprechend den Sanierungszielen der neuzeitlichen Entwicklung anzupassen. Zur Finanzierung der als förderungswürdig anerkannten Kosten gewährte die Stadt aus Sanierungsfördermitteln eine Vorauszahlung in Höhe von 250.000 Euro, jeweils in Raten je nach Baufortschritt. Die Vorauszahlung stand zunächst unter dem Vorbehalt der späteren Bestimmung, ob die Gelder dann als Darlehen oder Zuschuss gewährt werden, durch andere Fördermittel zu ersetzen oder zurückzuzahlen sind. Bis dahin sollte der Betrag als zins- und tilgungsfreies Darlehen behandelt werden. Jahre später erklärte die Stadt dann, dass die Vorauszahlung nunmehr als Baukostenzuschuss behandelt wird und nicht mehr zurückzuzahlen ist. [erfahren Sie mehr]


Installation einer Photovoltaikanlage: Bundesfinanzhof klärt Vorsteuerabzug

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat sich in drei Urteilen grundsätzlich zu den Voraussetzungen und zum Umfang eines Vorsteuerabzugs im Zusammenhang mit der Installation einer Photovoltaikanlage geäußert. Danach ist ein (privater) Betreiber einer solchen Anlage, der den damit erzeugten Strom kontinuierlich an einen Energieversorger veräußert, insoweit umsatzsteuerrechtlich Unternehmer. Er ist damit grundsätzlich zum Abzug der ihm in Rechnung gestellten Umsatzsteuer aus Aufwendungen berechtigt, die mit seinen Umsätzen aus den Stromlieferungen in direktem und unmittelbarem Zusammenhang stehen. Den Urteilen lagen verschiedene Sachverhalte zugrunde. In einem Fall installierte ein (privater) Stromerzeuger eine Photovoltaikanlage auf dem Dach eines anderweitig nicht genutzten Schuppens. In diesem Fall kann der Stromerzeuger laut BFH den Vorsteuerabzug aus den Herstellungskosten des Schuppens nur teilweise beanspruchen, nämlich nur insoweit, als er das gesamte Gebäude für die Stromlieferungen unternehmerisch nutzt. Voraussetzung sei allerdings, dass diese unternehmerische Nutzung des Schuppens mindestens zehn Prozent der Gesamtnutzung beträgt. Denn nach dem Umsatzsteuergesetz (UStG) gelte die Lieferung eines Gegenstands (hier: Schuppens), den der Unternehmer zu weniger als zehn Prozent für sein Unternehmen nutzt, als nicht für das Unternehmen ausgeführt (XI R 29/09). [erfahren Sie mehr]


Instandhaltungsrücklage: Steuerliche Behandlung der Einzahlungen

Beiträge zur Instandhaltungsrücklage sind mit ihrer Zahlung in das Verwaltungsvermögen der Wohnungseigentümergemeinschaft zwar aus dem frei verfügbaren Vermögen des Wohnungsbesitzers abgeflossen. Sie können aber erst dann als Werbungskosten von den Mieteinnahmen abgezogen werden, wenn der Verwalter sie tatsächlich für die Erhaltung des gemeinschaftlichen Eigentums oder für andere Maßnahmen ausgibt. Würden die Beiträge zur Instandhaltungsrücklage schon im Zeitpunkt der Zahlung an die Wohnungseigentümergemeinschaft als Werbungskosten berücksichtigt, könnte dies im Einzelfall dazu führen, dass solche Beiträge stets in vollem Umfang und sofort als Werbungskosten abziehbar wären, selbst wenn die Mittel später für Herstellungskosten (Abzug nur zeitanteilig über die AfA) oder für überhaupt nicht absetzbare Maßnahmen ausgegeben werden. Diese steuerliche Regelung kann zwar in Verkaufsfällen dazu führen, dass ein Wohnungseigentümer seine verausgabten Beiträge zur Instandhaltungsrücklage nicht mehr als Werbungskosten ansetzen kann. Diesem Argument steht jedoch der Umstand gegenüber, dass der Eigentümer im Verkaufsfalle den Umfang bereits geleisteter, jedoch noch nicht verausgabter Beiträge bei der Bemessung der Höhe seiner Kaufpreisforderung berücksichtigen kann. [erfahren Sie mehr]


Grunderwerbssteuerbescheid bei Aufhebung des bisherigen Kaufvertrags

Wählen die Parteien eines Grundstückskaufvertrages aufgrund einer entsprechenden Beratung durch den Notar bewusst und ausdrücklich den Weg der Aufhebung des bisherigen Kaufvertrages und den Abschluss eines neuen Vertrages mit einem anderen Vertragspartner, ist diese Vereinbarung regelmäßig nicht als eine der Aufhebung eines Grunderwerbssteuerbescheids entgegenstehende Vertragsübernahme auszulegen. Dies hat das Finanzgericht (FG) Hamburg entschieden. Die Klägerin hatte ein Grundstück erworben, bei dem es sich um die Teilfläche eines größeren Grundstücks handelte, das der Eigentümer zunächst ungeteilt an Frau A. verkauft hatte, die die noch nicht vermessene Teilfläche sodann an die Klägerin weiterveräußerte. Als der Kaufpreis erst mit einiger Verzögerung bereit stand, war das Grundstück bereits geteilt worden. Die Beteiligten hoben nunmehr die geschlossenen Kaufverträge wieder auf und die Klägerin erwarb ihren Grundstücksteil nunmehr unmittelbar vom Verkäufer, wobei Aufhebung und Neuabschluss der Verträge mittels aufschiebender Bedingungen miteinander verknüpft wurden. [erfahren Sie mehr]


Spekulationsteuer: Getrennter Verkauf eines Gartengrundstück wird erfasst

Das Finanzamt partizipiert an Immobilienverkäufen nur, sofern Grundbesitz innerhalb von zehn Jahren veräußert wird. Dabei berechnet sich das steuerpflichtige Plus oder Minus aus dem Immobilienverkauf aus dem Unterschied zwischen Verkaufs- und Kaufpreis. Hiervon dürfen die in diesem Zusammenhang angefallenen Nebenkosten abgezogen werden. Dieses Zwischenergebnis erhöht sich um sämtliche bis zum Verkauf geltend gemachten Abschreibungserträge, diese Vergünstigung holt sich der Fiskus also wieder zurück. Das Motiv für die Veräußerung ist unerheblich. So greift das Finanzamt auch dann auf die Gewinne zu, wenn finanzielle Notlage, Krankheitsgründe oder Grundstücksenteignung gegen Entschädigung für den Verkauf verantwortlich waren. Spekulationsgewinne werden nur besteuert, wenn sie im Jahr über der Freigrenze von 600 Euro liegen. [erfahren Sie mehr]


Stromsteuerbefreiung: Eigenbedarf mindert Nennleistung nicht

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat zum Begriff der Nennleistung einer Stromerzeugungsanlage Stellung genommen und klargestellt, dass es nur auf die im Dauerbetrieb der Anlage abgebbare Strommenge ankommt. [erfahren Sie mehr]


Baudenkmal: Steuerförderung nur mit Bescheinigung

Denkmalgeschützte Objekte sind eine der letzten Geldanlagen, mit denen man noch Steuern sparen kann. Die Investition für das selbst genutzte oder vermietete Denkmalobjekt rechnet sich durch den Steuerabzug von Sonderausgaben oder Werbungskosten. Vermieter machen die Kosten voll und zügig über die Abschreibung geltend und beim Kauf eines eigengenutzten Domizils kann die Familien die Baukosten zehn Jahre lang jeweils mit neun Prozent der Aufwendungen als Sonderausgaben abziehen – insgesamt als 90 Prozent. Diese Steuervergünstigungen kommen sogar dann in Betracht, wenn ein denkmalgeschütztes Nebenhaus nur für Hobbyzwecke genutzt wird oder die Räumlichkeiten zur Aufbewahrung von Gartenmöbeln, Reitutensilien oder Kleintieren dienen. Sogar der Schwimm- oder Saunabereich innerhalb eines denkmalgeschützten Gebäudes ist steuerlich begünstigt. Dabei ist die Bescheinigung der zuständigen Gemeindebehörde materiell-rechtliche Tatbestandsvoraussetzung für die Inanspruchnahme der Steuervergünstigung. Denn erst wenn diese anschließend eine Bescheinigung über die begünstigten Aufwendungen ausstellt, können diese beim Finanzamt geltend gemacht werden. [erfahren Sie mehr]


Bei Eigenbedarf muss die Mieterin weichen

Erklärt ein Vermieter einer Mieterin, dass sie ihre 42qm-Einzimmerwohnung verlassen müsse, weil seine Tochter nach einem längeren Neuseelandaufenthalt wieder nach Hause kommt, um ihr Studium fortzuführen, so hat er damit ausreichend dargetan, dass er ein berechtigtes Interesse daran hat, sein Eigentum nun (wieder) von einem Familienmitglied bewohnen zulassen. [erfahren Sie mehr]


Betriebskosten: Abrechnungszeitraum kann verlängert werden

Will ein Vermieter den Abrechnungszeitraum für die Betriebskosten ändern, indem er nicht mehr von Juli bis Juni abrechnet, sondern pro Kalenderjahr, so darf er im Einvernehmen mit seinem Mieter den Zeitraum einmalig (hier auf 19 Monate) verlängern. Der damit ausdrücklich einverstandene Mieter kann anschließend nicht sagen, die Vereinbarung gelte nicht, weil sie gegen das Gesetz verstoße. BGH, Urteil vom 27.07.2011, Az. VIII ZR 316/10 [erfahren Sie mehr]


Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung: Nachträgliche Schuldzinsen sind Werbungskosten?

Es ist ernstlich zweifelhaft, ob nachträgliche Schuldzinsen bei den Einkünften aus Vermietung und Verpachtung weiterhin nicht als Werbungskosten zu berücksichtigen sind. Dies meint das Finanzgericht (FG) Düsseldorf und hat deswegen im Rahmen eines Eilverfahrens die Vollziehung eines Steuerbescheides ausgesetzt. [erfahren Sie mehr]


Immobilienbewertung: Kaufpreis kommt vor einem Gutachten

Dem Finanzamt darf der Marktpreis eines Hauses abweichend von pauschalen Berechnungen präsentiert werden und kann für Betroffene in vielen Fällen zu einer geringeren Erbschaft- oder Schenkungsteuer führen. Den Nachweis eines niedrigeren Werts zum Zeitpunkt des Todes oder der Schenkung gelingt mit einem im gewöhnlichen Geschäftsverkehr zeitnah erzielten Kaufpreis für das Grundstück oder einem Gutachten des örtlich zuständigen Gutachterausschusses oder eines Sachverständigen für die Bewertung von Grundstücken. Nach dem Urteil vom Finanzgericht Berlin-Brandenburg ist der Verkaufspreis den Berechnungen eines Gutachters vorzuziehen (Az. 3 K 3232/07). Denn nach der Urteilsbegründung liefert der bei einer Veräußerung an einen fremden Dritten erzielte Kaufpreis für ein Grundstück den sichersten Anhaltspunkt für den Verkehrswert. Anders wäre es nur, wenn das Geschäft unter Verwandten abgewickelt würde. [erfahren Sie mehr]


Gewerblicher Grundstückshandel: Maßgebend ist der Grundbucheintrag

Die sogenannte Drei-Objekt-Grenze wurde über Jahre hinweg vom Bundesfinanzhof entwickelt und besagt, dass grundsätzlich kein gewerblicher Grundstückshandel vorliegt, sofern weniger als vier Objekte veräußert werden. Hintergrund dieser Regelung ist, dass der Verkauf von privaten Mietshäusern nur innerhalb der zehnjährigen Spekulationsfrist Steuern auslöst und anschließend steuerfrei bleibt. Liegt hingegen ein gewerblicher Grundstückshandel vor, gilt bereits das erste Grundstück als gewerblich verkauft und löst unabhängig von Haltefristen Einkommen- und Gewerbesteuer aus. Darüber hinaus kommt es in der Regel zur Buchführungspflicht, was zusätzlichen Aufwand bedeutet. Das bedeutet in der Regel Mehrarbeit, weil ein vermeintlich steuerfreies Geschäft im Nachhinein doch Abgaben auslöst und für die Vergangenheit steuerliche Gewinnermittlungen notwendig werden. [erfahren Sie mehr]


Grunderwerbsteuer wird in NRW erhöht

In Nordrhein-Westfalen wird zum 01.10.2011 die Grunderwerbsteuer von 3,5 auf 5 Prozent erhöht. Mit den erwarteten Mehreinnahmen soll der Haushalt weiter konsolidiert werden. Dies teilt das nordrheinwestfälische Finanzministerium mit. Mit der Erhöhung folgt Nordrhein-Westfalen den Bundesländern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Saarland und Sachsen-Anhalt. Käufe ab dem Inkrafttreten des Gesetzes am 01.10.2011 werden zukünftig mit dem erhöhten Satz besteuert. Die Grunderwerbsteuer entsteht grundsätzlich bereits mit dem Abschluss des rechtswirksamen und notariell beurkundeten Kaufvertrages. Die Übergabe des Grundstücks, die Grundbucheintragung und auch die Kaufpreiszahlung haben keinen Einfluss auf die Entstehung der Steuer. [erfahren Sie mehr]


Eigenbedarfskündigung: Kündigungsschreiben an den Mieter

Will ein Vermieter das Mietverhältnis wegen Eigenbedarfs kündigen, so genügt das Kündigungsschreiben den formellen Anforderungen, wenn der Vermieter die Person bezeichnet, für die die Wohnung benötigt wird, und das Interesse darlegt, das diese Person an der Erlangung der Wohnung hat. Zudem brauchen Umstände, die dem Mieter bereits zuvor mitgeteilt wurden oder die ihm sonst bekannt sind, im Kündigungsschreiben nicht nochmals wiederholt zu werden. Dies hat [erfahren Sie mehr]


Grunderwerbsteuer: Erstattung bei Rückabwicklung des Kaufvertrags

Kein Geschäft ist für den Staat transparenter als der Erwerb einer Immobilie. Eine Kopie des Kaufvertrags wandert sofort ans Finanzamt und die Notare übermitteln zusätzlich alle in diesem Zusammenhang stehenden Vereinbarungen, etwa zu Treuhand, Baubetreuung oder Generalunternehmer. Durch eine aktuelle Gesetzesänderung umfasst diese gesetzliche Anzeigepflicht jetzt auch die bundeseinheitliche Steuer-Identifikationsnummer von Veräußerer und Erwerber, damit der Staat die Geschäfte effektiver und zielgenauer einzelnen Personen oder Gesellschaften zuordnen kann. Vorrangig dient diese Kontrolle der zügigen Festsetzung von Grunderwerbsteuer. Erst wenn diese Abgabe bezahlt ist, lässt sich der Eigentümerwechsel anschließend ins Grundbuch eintragen und der Käufer wird für alle ersichtlich zum neuen Besitzer. [erfahren Sie mehr]


Vorsteuerabzug: Kürzung bei gemischt genutzten Grundstücken

Bislang ließen sich teilweise unternehmerisch und privat genutzte Gebäude insgesamt dem Unternehmen zuordnen und die auf das Gebäude insgesamt entfallende Umsatzsteuer war komplett als Vorsteuer abziehbar. Im Gegenzug erfolgte eine Versteuerung der unentgeltlichen Wertabgabe auf die Gebäudeanschaffungs- oder -herstellungskosten über zehn Jahre für den privat verwendeten Teil. Ab 2011 kommt es über eine Änderung der EU-Mehrwertsteuer-Richtlinie dazu, dass die Vorsteuer nur noch insoweit abzugsfähig ist, als sie auf die Verwendung des Grundstücks für unternehmerische Zwecke entfällt. Deutschland musste dies bis zum 01.01.2011 in nationales Recht umgesetzt haben. [erfahren Sie mehr]


Grunderwerbsteuer: Verfassungswidrige Benachteiligung von Lebenspartnern?

Grundstücksübertragungen zwischen Partnern einer eingetragenen Lebenspartnerschaft unterliegen seit Dezember 2010 nicht mehr der Grunderwerbsteuer. Zuvor allerdings waren Grundstückserwerbe innerhalb einer solchen Lebensgemeinschaft – anders als zwischen Ehegatten – grunderwerbsteuerpflichtig. Diese steuerliche Benachteiligung von Lebenspartnern gegenüber Ehegatten hält das Finanzgericht (FG) Münster für verfassungswidrig. Es will wissen, wie das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die zugrunde liegende Regelung des § 3 Nr. 4 Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) alter Fassung bewertet. [erfahren Sie mehr]


Grundstücksverkäufer: Käufer muss über Tatsachen informieren

Der Verkäufer eines Hauses macht sich schadenersatzpflichtig, wenn er den Käufer nicht darüber informiert, dass sich ein Teil der Zufahrt des Anwesens (hier: 36 Quadratmeter) auf fremdem Grund befinden. Das Landgericht (LG) Coburg hat den Verkäufer eines Hauses, der seine Aufklärungspflicht entsprechend verletzt hat, zur Zahlung von 3.000 Euro an den klagenden Käufer verurteilt. [erfahren Sie mehr]


Mieteinkünfte: Nach dem Hausverkauf zählen Kreditzinsen nicht mehr

Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte in einem am 15.12.2010 veröffentlichten Urteil festgestellt, dass Schuldzinsen für die Anschaffung privat gehaltener GmbH-Anteile auch nach der Veräußerung der Anteile oder Auflösung der Gesellschaft ab 1999 grundsätzlich als Werbungskosten bei den Kapitaleinkünften abgezogen werden dürfen (Az. VIII R 1/10). Die gegenteilige Rechtsprechung hatten die Richter nämlich aufgegeben. Daher lassen sich die auf einen Finanzierungskredit entfallenden Zinsen als Werbungskosten abziehen, soweit die vorhandenen Verbindlichkeiten nicht durch den Veräußerungspreis und die Verwertung zurückbehaltener Wirtschaftsgüter getilgt werden können. Insoweit wird der private GmbH-Gesellschafter dem Einzelunternehmer gleichgestellt, der ebenfalls nachträgliche Schuldzinsen als Betriebsausgaben abziehen kann. Die Neueinschätzung des Bundesfinanzhofs beruht im [erfahren Sie mehr]


Grunderwerbsteuer: Bemessungsgrundlage steht auf dem Prüfstand

Der Bundesfinanzhof (BFH) hat in zwei am 20.04.2011 veröffentlichten Beschlüssen dem Bundesverfassungsgericht (BVerfG) die Frage vorgelegt, ob die Bemessung der Grunderwerbsteuer nach Grundbesitzwerten verfassungswidrig ist. Der BFH ist von der Verfassungswidrigkeit des Ansatzes der nur noch für die Grunderwerbsteuer maßgeblichen Grundbesitzwerte überzeugt, weil es derzeit zu willkürlichen und zufälligen Besteuerungsergebnissen kommt, die mit dem Gleichheitssatz im Grundgesetz unvereinbar sind (Az. II R 23/10 und II R 64/08). In der Regel berechnet sich die Grunderwerbsteuer zwar nach dem Kaufpreis einer Immobilie. In einigen Fällen, wie etwa bei Grundstücksübergängen aufgrund von Firmenumwandlungen und -übertragungen, bestimmt sich die Bemessungsgrundlage aber nach pauschalen Grundbesitzwerten, die das BVerfG für die Erbschaft- und Schenkungsteuer als verfassungswidrig beanstandet hat. Dieser verfassungswidrige Zustand wurde zwar mittlerweile für die Erbschaft- und Schenkungsteuer durch neue Bewertungsregeln beseitigt ersetzt, hierauf aber für die Grunderwerbsteuer verzichtet. Das bemängeln die BFH-Richter. Soweit sie bislang noch von der Anwendbarkeit für vor dem 01.01.2009 verwirklichte Erwerbsvorgänge ausgegangen waren, halten sie daran nicht mehr fest. Denn dieser Rechtsprechung lag die Annahme zugrunde, dass der Gesetzgeber die vom BVerfG festgestellten Verfassungsverstöße bei der Grundbesitzbewertung nicht nur für die Erbschaft- und Schenkungsteuer, sondern auch für die Grunderwerbsteuer für nach dem 31.12.2008 verwirklichte Erwerbsvorgänge beseitigen würde. Da eine solche gesetzliche Neuregelung jedoch nicht erfolgt ist, gilt die mögliche Verfassungswidrigkeit auch für die Vergangenheit. Hinweis: Betroffene Steuerzahler – in der Regel Unternehmer – müssen aber nichts unternehmen. Denn die Finanzämter setzen die Grunderwerbsteuer nur noch vorläufig fest, sofern die Bemessungsgrundlage nach den Grundbesitzwerten bemessen wird. [erfahren Sie mehr]


Grundsteuer: Einsprüche können wegen Zweifeln an Verfassungsmäßigkeit ruhen

Ordnet der Arbeitgeber an, dass Teile seiner Belegschaft im Rahmen einer befristeten Abordnung an einer anderen betrieblichen Einrichtung oder bei einem verbundenen Unternehmen eingesetzt werden sollen, so fällt für die Arbeit in der Ferne Zusatzaufwand an. Die Oberfinanzdirektion Rheinland erläutert mit Kurzinformation Einkommensteuer Nr. 34/2010, inwieweit der Arbeitgeber diese Kosten seinen Angestellten steuerfrei erstatten kann oder die Arbeitnehmer ihren selbst zu tragenden Aufwand als Werbungskosten absetzen können. Da die betriebliche Einrichtung nicht zur regelmäßigen Arbeitsstätte wird, können die günstigen Regeln für Reisekosten angewendet werden. Das gilt aber nicht generell, denn hierbei ist zwischen zwei verschiedenen Möglichkeiten zu differenzieren: [erfahren Sie mehr]


Hauskauf: „Nimm zwei“-Finanzierungsberatung als vorsätzliche sittenwidrige Schädigung

Als „grotesk“ hat das Oberlandesgericht (OLG) Nürnberg den Vorschlag einer Finanzierungsberaterin bewertet, beim Kauf eines Hauses fehlendes Eigenkapital durch den Erwerb einer weiteren, voll finanzierten Immobilie – hier einer Eigentumswohnung – zu ersetzen. Wegen „vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung“ muss die Beklagte nun diesen Wohnungskauf rückgängig machen und den Käufern Schadenersatz leisten. [erfahren Sie mehr]


Lohnt nur der Abriss, muss auch der letzte Mieter weichen

Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass Mieter marode Wohnungen räumen müssen, wenn sie nicht mehr wirtschaftlich saniert werden können. Eine sogenannte Verwertungskündigung sei dann gerechtfertigt. [erfahren Sie mehr]


Solarkollektoren können auch auf denkmal- geschütztem Gebäude zulässig sein

Die Errichtung von Solarkollektoren auf dem Dach eines denkmalgeschützten Gebäudes in Speyer ist zulässig. Dies hat das Verwaltungsgericht (VG) Neustadt entschieden. [erfahren Sie mehr]


Grundstückseigentümer haftet für Schaden durch Dachlawine

Bei einer Dachlawine haftet der Hauseigentümer für Schäden an geparkten Autos. Er muss für die Verkehrssicherheit sorgen. Das gilt auch dann, wenn er selbst gar nicht vor Ort wohnt. Der Kfz-Halter trägt aber eine hälftige Mitschuld, wenn er die Gefahr einer Dachlawine nicht richtig einschätzt. [erfahren Sie mehr]


Liebhaberei: So prüfen Finanzbeamte bei Ferienimmobilien

Bei einer ausschließlich an wechselnde Feriengäste vermieteten und in der übrigen Zeit hierfür bereit gehaltenen Ferienwohnung ist grundsätzlich ohne weitere Prüfung von der Einkunftserzielungsabsicht des Vermieters auszugehen. Denn das früher beliebte Thema der Liebhaberei ist aufgrund der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs auch bei hohen Verlusten tabu, sodass auch Schuldzinsen, Wohnungsabschreibung und laufende Kosten selbst dann steuerlich absetzbar sind, wenn entsprechend hohe Einnahmen fehlen. [erfahren Sie mehr]


Solaranlage: Neue Vorteile durch Einstufung als selbstständiges Wirtschaftsgut

Der Besitzer eines Eigenheims oder Mehrfamilienhauses wird durch das Betreiben einer Photovoltaikanlage auf dem Dach zum Unternehmer. Denn die Einnahmen aus der Einspeisung des Solarstroms in die öffentlichen Netze sind Einkünfte aus gewerblicher Tätigkeit, selbst wenn die Immobilie nur privat genutzt wird. Bisher gab es immer wieder Streit darüber, ob es sich bei der Solaranlage um unselbstständige Bestandteile des Gebäudes oder eine selbstständige Betriebsvorrichtung handelt. Dies ist für die Höhe der Abschreibung relevant. Als Gebäudebestandteil lassen sich die Herstellungskosten nur zusammen mit der Immobilie über 50 Jahre abschreiben. Bei einer Betriebsvorrichtung geht dies hingegen deutlich schneller. [erfahren Sie mehr]


Bundesrechnungshof will Abschaffung der Steuerermäßigung für Handwerkerleistungen

Hohe Mitnahmeeffekte und unzureichende Kontrollen bei der Steuerermäßigung für haushaltsnahe Dienstleistungen und Handwerkerleistungen bemängelt der Bundesrechnungshof (BRH) – und empfiehlt die Abschaffung der Steuerermäßigung. [erfahren Sie mehr]


Gebäudereinigung: Sonderregelung bei der Umsatzsteuer

Durch das Jahressteuergesetz 2010 kommt es zur Umkehr der Schuldnerschaft bei der Umsatzsteuer ab 2011 in weiteren Risikobranchen. Hierzu gehört vor allem die Reinigung von Gebäuden, Hausfassaden und Fenstern. Hier erhält nicht mehr der ausführende Unternehmer die Umsatzsteuer, sondern der Leistungsempfänger überweist sie sofort ans Finanzamt und zahlt dem leistenden Unternehmer nur den Nettobetrag. [erfahren Sie mehr]


Grundsteuererlass: Antrag für 2010 muss vor April gestellt werden

Die Grundsteuer stellt keine Belastung für den Grundstückseigentümer dar, wenn sie auf die Mieter umgelegt werden kann. Dies ist bei zu Wohnzwecken vermieteten Immobilien regelmäßig der Fall, so dass bei Vollvermietung eine vollständige Überwälzung auf die Mieter stattfindet. Ist die Immobilie jedoch ganz oder teilweise nicht vermietet, stellt die Grundsteuer einen Kostenfaktor dar. Aus diesem Grund gibt es bereits seit dem Jahr 1973 eine Billigkeitsregelung, wodurch Grundstückseigentümer bei wesentlicher Ertragsminderung einen Teil der Abgabe wieder erlassen bekommen. [erfahren Sie mehr]


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